Goldschmiedehaus Ahlen Oststr. 69
Interreligiöses Museum

Schon 1572 gab es in Ahlen den „Hondermarckt“, 1829/30 die Bezeichnung „Hönermarkt“ (Hühnermarkt) für den Platz zwischen dem Straßenanfang der Nordstraße, die in Richtung Warendorf führt und der Fleschstraße (Fleischstraße) heute Klosterstraße, eine innerstädtische Straße, die beide früher in die Oststraße mündeten.

Das Areal des damaligen Hönermarktes war größer als der heutige Marienplatz. Der eigentliche Viehmarkt jedoch war am Stadtrand.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite unseres Hauses, dem heutigen Marienplatz, stand einst ein wuchtiger Bau – das Haus Heitmann – auch Heitmanns Tempel genannt: Abgebrochen, wie Jans Wiese in seinem Buch „DAS ALTE AHLEN“ berichtet. Die mit rotem Klinker neu erstellten Umfassungsmauern vermitteln dem heutigen Betrachter den Grundriß des ehemaligen Hauses.

Das Besondere an diesem Haus war eine bis auf den Bürgersteig ragende doppelseitige Treppe, die von den Passanten umgangen wurde. Man konnte aber auch, wie Kinder es gern taten, die Stufen rauf und wieder runter gehen. Die Treppe war mit einem Geländer aus Eisen versehen. Die Platform diente bei den Fronleichnamsprozessionen der Marien-Pfarre als Segens-Altar.

Wie Zeitzeugen berichten, wurde die Treppe auf dem Bürgersteig während der nationalsozialistischen Zeit entfernt, damit Reichsarbeitsführer Robert Ley auf seiner Deutschlandfahrt mit 700 Männern der "Alten Garde“ am 16. Juni 1939 in 30 offenen Opel-Blitz Autobussen wegen der zu erwartenden Zuschauermassen ungehinderte Durchfahrt in Richtung Walstedde habe. ( Jahrbuch des Kreises Warendorf 2017 Seite 53)

 

Heitmanns Villa um 1910 2

Der Blick von der Oststraße links in die Weststraße und rechts in die Nordstraße.
Das Bild zeigt u.a. auch die beiden Erker-Balkone im 1. Stockwerk an den abgeschrägten Hausecken und die von beiden Seiten begehbare auf dem Bürgersteig befindliche Haus-Eingangtreppe.
(Foto dankenswerterweise von Christian Wolff)

Sommer

Ein Blick von der linken Seite der Oststraße, dem heutigen Goldschmiedehaus, in die weiterführende Weststraße. Rechts die Einmündung in die damalige Fleischstraße, die heutige Klosterstraße. Links in dem Vorgängerhaus von Gold-Fischer hatte schon vor 1900 der Friseur F. VAUPEL seinen Salon. Über dem Firmenschild von F. Vaupel eine Bogenlampe. (April 1898 nimmt das Ahlener Elektrizitätswerk den Betrieb auf und in der Oststraße werden die ersten Straßenbogenlampen installiert.)

Das Eckhaus Weststraße/Klosterstraße war das Textilkaufhaus von I. Elsberg, rechts das Heitmann'sche Haus mit der beidseitig begehbaren Treppe - auf jeder Seite 11 Stufen.

(Das Foto stellte Christian Wolff freundlicherweise zur Verfügung)

Kreuzung5

Blick von der Nordstraße auf die Ost-West Achse. Rechts das Heitmann'sche Haus und links die Drogerie Bankamp, dann Hermann Mümken (heute Buchhandlung Sommer), die ehemaligen Gastwirtschaften "Zum Adler", "Würzbuger Hof", "Stadtschänke", "Quicktana", "Western Saloon", "Schlaraffenland" Betreiber Metzgermeister und Gastronom Ernst August Overmann mit seiner Frau Hanne, geb. Westhölter. Heute (2015) steht an dieser Stelle das Ahlener Goldschmiedehaus (seit 1974) mit dem Interreligiösen Museum (seit 1984).
(Foto von Christian Wolff)

Oststrasse Einzug der Amerikaner 1945 image 1024 width

Vor der Drogerie Bankamp steht ein offener Jeep und auf dessen Rücksitz ein Schütze hinter dem Maschinengewehr. Dem 2. Jeep mit gleicher Besetzung ist ein GI mit Karabiner entstiegen, der den Eingang und das Haus der Stadtschänke kontrolliert. Der Maschinengewehrschütze im Jeep hat das MG auf das Haus gerichtet. Auch das dreiachsige Panzergefährt sichert die Aktion. Sowohl aus dem oberen Halbrundfenster der Stadtschänke als auch aus dem Eckhaus der damaligen Adolf Hitler Straße wehen die weißen Fahnen am 31. März 1945. An diesem Tag endet der II. Weltkrieg für Ahlen.

Das Foto zeigt die ehemalige Bundesstr. 58, die von der niederländischen Grenze bei Venlo über Wesel, Haltern, Lüdinghausen, Ahlen nach Beckum führt. Bis zum Bau der attraktiven Fußgängerzone in Ahlen führte die B 58 über die Ost- und Weststraße mitten durch die Stadt. Am 29. April 1989 wird nach nur neunmonatiger Bauzeit die neue Fußgängerzone ihrer Bestimmung übergeben. Heute mündet die B 58 in Ahlen in eine Umgehungsstraße.

Der jetzige Mariengarten (April 1989), dessen Umfassungsmauern den Grundriss des abgerissenen Bürgerhauses Heitmann markieren, dessen Freitreppe den Bürgersteig bis zum Straßenrand blockierte, ist heute ein Teil des Marienplatzes.

Genau gegenüber dem Haus Heitmann, dem heutigen Mariengarten, entstand das Goldschmiedehaus Oststraße 69, das den Nachbargiebeln optisch angepasst wurde.

Wenn Sie in Ahlen/Westfalen von der Nordstraße auf den Marienplatz kommen oder die Marienkirche aus dem Turmportal verlassen oder auch, wenn Sie auf Ahlen's Oststraße in Höhe des Marienplatzes flanieren, erblicken Sie in der Häuserreihe auf der sogenannten "Schattenseite" ein 3 1/2 stöckiges Haus mit lichtblauen, glasierten Klinkern und Appliken.

Hinter der Fassade verbirgt sich ebenerdig die Schaufensteranlage sowie die Fachabteilungen für Schmuck und Uhren und die Meissen-Abteilung mit dem "weißen Gold".

I. Etage, das Interreligiöse Museum, und in der
II. Etage, die Goldschmiede von Gold-Fischer.

Das Haus wurde 1974 von Anni und Werner Fischer auf dem Grundstück Ahlen,
Oststraße 69 nach Abriß des alten Hauses erbaut.

Gedanken des Bauherrn Werner Fischer:
Jeder Mensch hat sein Profil, sein eigenes Ich, daran kann man ihn erkennen. Ein Haus sollte ebenfalls ein Profil haben, erkennbar und unverwechselbar, so waren meine Gedanken bei der Gestaltung der
Hausfassade.

Fünf Gotteshäuser, in Bronze gegossen und mit echtem 23 karätigem Gold belegt, zieren die Fassade und erzählen eine stumme Geschichte der Eigentümer.

Die Pfarrkirche St. Georg in Hopsten ist die Heimat- und Taufkirche meiner Frau Anni Fischer, geb. Schwienheer. In Hopsten gingen meine Frau und ich in die Grundschule. In der Pfarrkirche erhielten wir das Sakrament der Erstkommunion und der Firmung.
In dieser Pfarrkirche haben wir am 22. September 1955 geheiratet. Auch feierten wir hier aus Anlass unserer Silberhochzeit nach 25 Jahren das Brautamt.

In Hopsten machte ich mich 1951 im umgerüsteten Badezimmer meiner Eltern, des Lehrers Kaspar Fischer und seiner Ehefrau Jovita, geb. Suermann, als damals jüngster Meister der BRD mit 21 Jahren selbständig.

Der Dom zu Münster

Sofort nach Kriegsende ab Ende Mai 1945 war ich wieder in der von Bomben zerstörten Stadt Münsterals Lehrling bei Goldschmiedemeister Wilhelm Abeler tätig, wenngleich auch unter schwierigsten Umständen; denn ich konnte Münster von Hopsten aus nur mit dem Fahrrad erreichen, da weder die Reichsbahn noch ein Omnibus einsatzbereit waren.
Während dieser Zeit konnte ich damals nur deshalb im Heerde-Kolleg wohnen, weil ich als Meßdiener im Heerde-Kolleg sowie auch im fast zerstörten Priesterseminar am Domplatz zur Verfügung stand. Unvergeßlich sind die Ministrantendienste bei Dr. Dr. Alois Schroer und dem am 5. April 1945 aus dem KZ Dachau entlassenen Religionslehrer Reinhold Friedrichs, Weihbischof Roleff und dem Bischof von Münster, Clemens August Graf von Galen, der wegen des
bombenbeschädigten Bischöflichen Münsterschen Palais in Sendenhorst wohnte.

In Münster legte ich 1948 meine Gesellenprüfung ab und war danach dort auch als Goldschmiedegehilfe bei Juwelier Abeler tätig.
Die Provinzialhauptstadt Münster mit Sitz der Handwerkskammer und der Kreishandwerkerschaft waren für mich später Zentrum handwerkspolitischer ehrenamtlicher Tätigkeit als Obermeister der Goldschmiede-Innung Münster, als stellvertretender Kreishandwerksmeister sowie auch als Kreishandwerksmeister Münster-Land.
Am
4. September 2015 erhielten wir durch Bischof Dr. Felix Genn in Münster im Paulus Dom den Segen anläßlich unserer Diamantenen Hochzeit.

Der Dom zu Osnabrück

In Osnabrück war ich bei Goldschmiedemeister Franke beschäftigt, der mit der Restaurierung des durch Bomben beschädigten Domschatzes beauftragt war und an dessen Wiederherstellung ich mitwirkte. Wegen späteren Arbeitsmangels wurde ich als jüngster, unverheirateter und zuletzt eingestellter Mitarbeiter arbeitslos.

Der Dom zu Fulda

In Fulda war ich bei Meister Müller als Goldschmied hauptsächlich bei der Anfertigung sakraler Gegenstände tätig. Hier bereitete ich mich auf die Meisterprüfung vor, die ich am 5. Mai 1951 mit 21 Jahren vor der Handwerkskammer Kassel ablegte.

Der Kaiserdom zu Aachen

Die goldschmiedische Tradition seines Vaters Werner führt Goldschmiedemeister Raphael Wilhelm Fischer weiter. Einen Teil seiner Lehrzeit absolvierte er in der elterlichen Goldschmiede in Ahlen sowie auch in Aachen bei Gold- und Silberschmiedemeister Gerhard Thewis, der an der Restaurierung des historischen Karls- und Marienschreins in Aachen beteiligt war.

Somit hat jedes dargestellte Gotteshaus eine zentrale Bedeutung für die Familie Fischer. Der Ordnung halber sei gesagt, dass auch unser zweiter Sohn Maurus Maria Fischer das Goldschmiedehandwerk erlernte und in Hannover und Münster als Goldschmied erfolgreich tätig war. Nach seiner Zivildienstzeit machte er sein Abitur, studierte Medizin, promovierte und ist heute als niedergelassener Hals-, Nasen-, Ohrenarzt in Mönchengladbach tätig.

 

Zur weiteren Fassade:

Das Balkongitter am Goldschmiedehaus nach einer Idee von Werner Fischer und angefertigt von Kunstschmiedemeister Klaus Dommers, Dülken, besteht aus senkrechten und waagerechten weißen Eisenstäben, auf denen 35 kleine, runde mit 23 karätigem Gold belegte G-Symbole mit einem angehängten C-Bogen befestigt sind.
Früher wie auch heute haben Goldschmiede ein eigenes Meisterzeichen. Dieses Zeichen wird mit einem Punzen in das von ihm geschaffene Werk eingeschlagen, so wie der Maler sein Bild signiert. Die Punze - ein G mit Schwänzchen - impliziert in abstrakter Form einen Goldfisch entworfen von der Grafikerin Helga vom Wege.

1958 wählte der Bürgerausschuß der Stadt Ahlen Goldschmiedemeister Werner Fischer zum Stadtprinzen mit dem Namen "Werner der Goldige".
Beim Einzug in die Säle warf Werner Fischer der Goldige Prinz vergoldete Pfennige. Die Anwesenden im Saal und auch später die Zuschauer beim Rosenmontagszug bejubelten den in einem goldenen Fisch fahrenden Prinzen mit: "Goldfisch, Goldfisch, Goldfisch," woraus später Gold-Fischer entstand. Dieser Name ist handelsgerichtlich eingetragen.

wappen ahlen

Vor dem Gitter hängt das Wappen der Stadt Ahlen ein Zeichen des freien Bürgertums.
Wappenkunde = Blasonierung:„In Rot ein golden gekrönter, einwärts gekrümmter, siebenfach geflügelter silberner Aal. Über dem Wappenschild eine dreitürmige Mauerkrone mit Tor.
Das älteste Siegel zeigt den frömmelnden Aal im Stadttor, darüber den Heiligen
Apostel Bartholomäus. Dieser Heilige ist der Stadtpatron von Ahlen.
Das Siegel tritt seit dem 13. Jahrhundert auf: Urkunde v. 21. Mai 1255.
„Die Stadt Ahlen tritt zu der Stadt
Köln in Landfriedens-Verhältnis“.
Seit dem 17. Jahrhundert wird nur noch der Aal auswärts
sowohl im Stadtwappen als auch im Siegel, dargestellt.
In der heutigen Form wurde das Wappen am 5. Dezember 1910 von Wilhelm II.
König von Preußen
und letzter Deutscher Kaiser verliehen. Die Reichsregierung sandte den Erlaß dem Regierungspräsidenten von Münster, Jaroslaw vonJarotzky.
Dieser wiederum sandte den Erlaß am 17. Dezember 1910 an den Landrat von Beckum,
Karl Bahlmann
, und dieser wiederum leitete ihn weiter an den Bürgermeister der Stadt Ahlen, Eduard Corneli, der den Erlaß am 24. Dezember 1910, Heiligabend, in seinen Händen hielt. (Siegel u. Wappen der Stadt Ahlen)

 

wappen goldschmiede

Rechts des Stadtwappens befindet sich das Wappen der Goldschmiede, das Albrecht Dürer zugeschrieben wird. Es ist dreigeteilt und zeigt im oberen Feld drei Wappen, die dem Malerwappen entnommen sind und darauf deuten, dass vor der goldschmiedischen Ausführung der Entwurf durch Skizzen und Zeichnungen erstellt wird. Im Mittelalter wurde als Meisterstück ein Pokal oder ein Kelch verlangt. Der Ring gilt als Zeichen der Treue und Verbindlichkeit - er ist ohne Anfang und ohne Ende.



 wappen fische

Links befindet sich das freie Wappen der Familie Fischer mit zwei goldenen Fischen auf blauem Grund, ca. 42 cm hoch.

 

 

 

siegel1

 

Auf der rechten Seite im Gitter mit einem Durchmesser von 38 cm befindet sich ein Siegelabdruck der Görlitzer Goldschmiede von 1565. Das Siegel zeigt den heiligen Eligius, Schutzpatron der Goldschmiede und Metaller. Görlitz ist heute die östlichst gelegene Stadt der Bundesrepublik. Die Aufnahme des Siegels zur Gesamtkonzeption der Fassade war und ist für die Familie Fischer eine Referenz an die ehemaligen Bürger in der DDR. Was zusammengehört, muß auch zusammenwachsen.

 

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Außen links des Gitters befindet sich ein vergoldeter Siegelabdruck der Stadt Ahlen
von 1255 mit der lateinischen Umschrift: „SIGILUM BURGENSIUM IN ALEN OP“

Ein Abguss dieses Siegels in Bronze wurde Werner Fischer am 26. November 1979 aus Anlaß der Verleihung des Bundesverdienstkreuz am Bande von der Stadt Ahlen durch Bürgermeister Herbert Faust und Stadtdirektor Dr. Walter Priesnitz gewidmet mit den Worten: Sie haben sich um die Stadt Ahlen verdient gemacht.

Im unterem Drittel des Siegels befindet sich in einem Torbogen ein sich nach rechts schlängelnder beflügelter Aal. Im Siegelzentrum ist St. Bartholomäus - auch Natanael genannt, Stadtpatron von Ahlen, dargestellt.
Er war ein Apostel, ein Jünger Jesu, wurde in Kanaan geboren. Astyages, ein Bruder des armenischen Herrschers Polymios, soll den Befehl gegeben haben, Barholomäus bei lebendigem Leibe die Haut abzuziehen und ihn anschließend kopfunter zu kreuzigen. Seit Beginn des 13. Jahrhunderts wird Bartholomäus mit Schabmesser und abgezogener Haut in zahlreichen Bildern dargestellt.

Diese realistische Szene hat Michelangelo Buonarroti, der berühmte italienische Maler und Bildhauer, *6.3.1475 18.2.1564, in Rom im Deckengemälde der Sixtinischen Kapelle im Vatikan verewigt.

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In seiner rechten Hand hält er das Schabmesser und in der linken Hand seine abgezogene Haut. Das Antlitz auf der von Bartholomäus getragenen Haut wird als Selbstbildnis Michelangelos gedeutet.

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fassade figur eligius

Auf der linken Hausseite befindet sich das Abbild des weltweit verehrten Patrons der Goldschmiede, des hl. Eligius. (589 - 660). Er lebte in Frankreich, war Goldschmied, wurde Berater des Königs und Minister, später Priester und Bischof von Noyon.

Die Enthüllung und Segnung der Skulptur des hl. Eligius erfolgte am 1. Dezember 1989, dem Todestag des hl. Eligius, durch Pfarrdechant Paul Röschenbleck.

Am 17. Juni 1985 wurde im Ahlener Fortbildungszentrum der Deutschen Juweliere, Gold- und Silberschmiede die Deutsche Goldschmiedegilde St. Eligiusgegründet. 2008 erhielt das Fortbildungszentrum den Akademie-Status.



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Kreuz, angefertigt von Eligius, befand sich früher in St. Denis, Paris.
Die dem heiligen Dionysius geweihte ehemalige Abteikirche Sankt Denis von Paris war seit 564 n. Chr. Grablege fast aller fränkischen, später der französischen Könige. Auch der fränkische Herrscher Karl Martell (686–741) ließ sich schon hier begraben. Diese Tradition hielt sich bis zu Karl X. (1824–1830), dem letzten Bourbonenkönig auf dem französischen Thron.
Der 1147 begonnene Neubau der Klosterkirche nach den Planungen des Abtes Suger gilt als Beginn der Gotik.

 

 

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Fragment des von St. Éloi, St. Eligius, gefertigten Kreuzes aus Gold mit Almandinen,
ca. 600 n. Ch. Größe des Fragments: 10 x 9,2 cm, heute in Paris, Bibliotheque Nationale de France, im Cabinet des Médailles.

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fassade figur kolping

Auf der Mittelsäule befindet sich die mit Gold belegte Bronzeskulptur des Priesters und Sozialreformers Adolf Kolping *1813 - †1865. Das erste Kolpinghaus in Ahlen 1856-1879 stand auf diesem Grundstück - Zugang von der Hellstraße.

In das Stammbuch der Deutschen Kolpingsfamilie wurde eingetragen:
Werner Fischer, Goldschmied, in die Kolpingsfamilie aufgenommen am 7.12.1947 zu Münster.
Stammbuchnummer 176292.
Die Einsegnung der Skulptur erfolgte am 4. Dezember 1988, dem Todestag Adolf Kolpings, durch Pfarrdechant Paul Röschenbleck, Präses der Kolpingsfamilie Ahlen.

Anmerkung: Bundeskanzlerin Angelika Merkel erwähnte in ihrer Neujahrsansprache 2012/2013 den Satz Adolf Kolpings
"Wer Mut zeigt, macht Mut".


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Grab Adolph Kolpings in der Minoritenkirche zu Köln.

Mit der Seligsprechung am 27. Oktober 1991 durch Papst Johannes Paul, die auch als "Erhebung zur Ehre der Altäre" bezeichnet werden kann, wurde der selige Adolph Kolping im heutigen Hochgrab beigesetzt.

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fassade figur cellini

Auf der rechten Seite des Eingangs des Goldschmiedehauses befindet sich das Abbild von Benvenuto Cellini 1500 - 1571, italienischer Goldschmied und Bildhauer. (benvenuto = willkommen)

Am 4. Juli 1989 enthüllte Bürgermeister Horst Jaunich diese Cellini-Skulptur als Mahnung zur Toleranz gegenüber den ausländischen Mitbürgern in Ahlen.

Die Skulptur trägt die Bürgermeister-Kette der Stadt Ahlen, die von Werner Fischer entworfen und in der Goldschmiede Gold-Fischer im Ahlener Goldschmiedehaus
1974 angefertigt wurde.


Die Bürgermeister-Kette ist eine Stiftung Ahlener Bürger:
Bergwerksdirektor
Paul Göttig, Architekt Heinz Steinhoff.
Apotheker Herbert Vennemann, Fabrikant Karl Vennemann,
Fabrikant
Heinrich Winkelmann, Goldschmiedemeister Werner Fischer.

 

Das Buch: "Leben des Benvenuto Cellini" ist eine Autobiografie und wurde von
Johann Wolfgang von Goethe übersetzt.

Alle drei Skulpturen sind von der österreichischen Bildhauerin Christel Heingartner † entworfen und gestaltet.

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Es folgen drei Werke von Benvenuto Cellini:

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Salzfass

Am 11. Mai 2003 wurde das Salzfaß, die Saliera, aus dem Kunsthistorischen Museum in Wien entwendet. Die Saliera war drei Jahre lang verschollen, bis sich der Täter R. Mang, Chef einer Alarmanlagenfirma in Wien, der Polizei stellte.

Nach einer Restaurierungs Phase kehrte das Salzfaß im Jahre 2006 ins Kunsthistorische Museum in Wien zurück.

 

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Büste des Cosimo I. de Medici 1545 - 1548 von Benvenuto Cellini. Sie steht im Nationalmuseum Bargello - Florenz . Cellini begann seine Goldschmiedelehre mit 14 Jahren. Er gilt als Wiederentdecker des Wachsausschmelzverfahrens

 

 

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Das größte Werk Cellinis in Bronze und Marmor ist der Perseus mit dem Haupt der Medusa in der Loggia dei Lanzi in Florenz 1554

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Damit ist die Bildsprache jedoch nicht am Ende.

Tuer hand aussen frei  An der Eingangstür befindet sich als Türknauf ein Bronze-Abguß der rechten Hand des Museumsleiters Werner Fischer. Sie umfasst einen natürlichen ungeschliffenen Roh-Bergkristall von 34 cm Länge und begrüßt somit symbolisch jeden Gast und Besucher des Interreligiösen Museums.
 Tuer hand innen frei

An der Innenseite der Eingangstür befindet sich als Türknauf ein Bronze-Abguß der rechten Hand des Inhabers Gold-Fischer, Goldschmiedemeister Raphael Fischer. Sie umfasst einen natürlichen Roh-Bergkristall von 32 cm Länge. Die Hand verabschiedet symbolisch jeden Gast und Besucher des Hauses Gold-Fischer auf diese Weise.

Die Prominentenwand
Am Treppenaufgang zum Museum befinden sich Fotos von Persönlichkeiten, mit denen die Familie Fischer Begegnungen hatte.