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Buddhismus - eine Weltreligion.

Sie wurde zwischen dem 6. und 5. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung gegründet.
Der Gründer Gautama Siddhartha wurde als Prinz der Shakyas an der heutigen indisch nepalesischen Grenze bei Lumbini geboren.
Sein Vater, Vorsitzender des gewählten Adelsrates galt als König (raja).
Die Mutter Maha-Maya gebar ihren Sohn, den Bodhisattva (= Buddha vor seinem Erwachen) auf einem mit Shalabäumen bewaldenen Rastplatz.

Noch heute pilgern viele Menschen zu diesem Ort. Eine Steinsäule erinnert seit etwa 250 vor Chr. an den Geburtsort von Siddharta, den kleinen Adeligen und späteren Buddha.

Wie bei allen großen dieser Welt werden viele Geschichten, Legenden über die Geburt Buddhas erzählt und berichtet.

Gleiches erfährt der interessierte, geneigte Leser auch über die Jugendjahre von Siddharta.

Es wir überliefert, dass der zukünftige Buddha, der im Alter von 16 Jahren die gleichaltrige Gopa heirate. Im 29. Lebensjahr gebar Gopa ihren Sohn Rahula. Die Schrift berichtet, dass Siddharta mit 29 Jahren dem Reichtum entsagte und aus dem elterlichen Palast in die Hauslosigkeit zog.

Er erkannte und sah, dass es für ihn eine andere Welt gab und wählte den neuen Weg in Armut und Askese.

Sein Bemühen, das Leiden der Menschen zu mildern, waren Gründe für den Lebenwandel von Siddharta. Er suchte in seiner Hilflosigkeit nach einer Antwort auf die Vergänglichkeit des Menschen, die in den unausweichlichen Tod mündet getragen von dem Gedanken, daß nur er allein den richtigen Weg finden kann.

Die Schrift berichtet von einer Periode von 6 Jahren der Hungeraskese mit der Erkenntnis Siddhartas, dass Askese, Selbstzermarterung und das Abtöten des Körpers nicht den Geist erleuchtet.
Er beendete diese Periode und nahm wieder Nahrung zu sich.
Hatte er versagt? War er gescheitert?

Siddharta wanderte aus der Wildnis und erreichte ein freies Feld, wo er sich niederließ auch, um sich den Bart zu scheren. An diesem Platz steht heute ein Tempel.

Die Schriften berichten weiter, der 35-jährige Siddharta legte sich unter einen Feigenbaum und schlief ein. Nach dem Erwachen hatte seine „Erleuchtung" zum Buddha stattgefunden.

Auch an diesem Ort des Geschehens in Bodh-Gaya findet man heute einen neuen „Bodhi-Baum und einen Tempel, zu dem viele Pilger kommen.

Die weiteren Jahre seines Lebens versuchte Buddha, den Menschen den Weg zum zeitlosen Glück aufzuzeigen, indem er sie mit seinen Lehren in den Bann zog und sie begeisterte. Viele von ihnen wurden Mönche und verkündeten die Lehren Buddhas. Sie „drehen das Rad der Lehre" bis zum heutigen Tag.

Werner Fischer 19. Mai 2008

Die letzten Worte Buddhas:

- Überprüft - alles für Euch selbst!
Glaubt nichts, nur weil ich es gesagt habe!

Wenn einer so spräche: Der Buddha lebt nach dem Tode weiter, oder auch so: Der Buddha existiert nach dem Tode nicht mehr, in beidem würde er Unrecht haben. Jenseits von Existenz und Nicht-Existenz, jenseits von „Sowohl existiert er auch als nicht" und „Weder existiert er noch nicht" ist der Buddha.

„Mönche, wohl an! Ich ermahne Euch eindringlich:

Die karmischen Gestaltungskräfte sind der Vergänglichkeit unterworfen!

Bemüht Euch voll Eifer."

((Mahaparinibbana-Sutta D.16,6,7)

Buchempfehlung:
Buddhismus - Alles, was man wissen muß -
von Burghard Scherer, ISBN 3-579-06412-6

Das Museum im Goldschmiedehaus zeigt Skulpturen, Andachts- und Ritualgegenstände aus dem buddhistischen Leben, wobei auch Exponate aus dem Hinduismus und anderer fernöstlicher Religionen die Ausstellung ergänzen. Die Sammlung wird erweitert.

Besonderer Dank gebührt denen, die die Ausstellung mit ihren Gaben bereichern.


Die Exponate des Museums finden Sie im oberen Menü unter Museumsexponate und im dann aufklappenden Menü: die Museumssparten Buddhismus,  Christentum, Hinduismus, Islam, Judentum, Sonstiges, Zeitmessung.