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Ahlen ist nicht der Nabel der Welt. Viele Ahlener jedoch sind irgendwo in der Welt tätig. Jürgen Friebel z.B. führte seine berufliche Tätigkeit als Betriebswirt 40 Jahre in Gütersloh und Rheda in der Zentrale des Medienhauses Bertelsmann aus.

1982 kam zur Gründung einer Gemeinschaft, dem Arbeitskreises Paderborner Betriebswirte kurz ALUMNI- APB genannt. 1983 fand die erste Tagung in Paderborn statt. Laut Satzung wechselt der Jahrespräsident jährlich. In 2017 führte Jürgen Friebel den Arbeitskreis und stellte das Tagungsprogramm unter Mithilfe seiner Ehefrau Uschi für die 34. Jahrestagung zusammen. Tagungsort war der Wersehof in Ahlen. Die Mitglieder des APB reisen aus allen Teilen der Republik an, je nachdem wo sie ihre beruflichen Wurzeln hatten.

Herr Friebel berichtet:
„Alljährlich halten wir eine General-Versammlung in einer Stadt unserer Wahl ab. Für 2017 erstellten wir das Ahlener 2-Tage Programm, das mit einer Besichtigung der ehemaligen Zeche Westfalen am Donnertag mit dem Grubenwehrmuseum begann.
Am nachfolgendem Tag konnten wir unseren Mitgliedern u.a. mit dem Besuch des Interreligiösen Museums im Ahlener Goldschmiedehaus ein besonderes Highlight bieten. Goldschmiedemeister Werner Fischer empfing uns bei herrlichem Sonnenschein auf der Oststraße in Höhe der Marienkirche, dem heutigen Marienplatz, der vor 200 Jahren noch „Hönerplatz = Hühnerplatz“ genannt wurde.
Mit Blick auf den Turm der Marienkirche begann Fischer seine Führung.
Im Schatten dieser Kirche liegt das Goldschmiedehaus Fischer mit seiner in Bildern sprechenden Fassade.

Nach dem Gang durch die Glaspassage gelangten wir in das Innere des Goldhauses Fischer mit der überörtlichen und umfangreichen Meissener Porzellanausstellung, deren Reichhaltigkeit bei allen auswärtigen Besuchern Erstaunen erweckte.
Über die von den Museumsbesuchern benannte „Prominenten-Treppe“ kamen wir in das Interreligiöse Museum, das uns mit seiner Lichtfülle und seinen strahlenden Exponaten sehr beeindruckte.

Nach einem kleinen Vorspann am Rednerpult referierte Werner Fischer über die Zeit, ihr Empfinden sowie das Messen und Erleben der Zeit, seiner Zeit. Er zog die Zuhörer teils in den Vortrag mit ein und verstand es, anhand von erklärten Exponaten den anwesenden Gästen die Zeit humorvoll näher zu bringen.

Im Namen meiner beruflichen Freunde dankte ich Werner Fischer und seiner Frau ganz herzlich und konnte noch ein kleines Präsent übergeben.
Abschließend konnten noch persönliche Fragen beantwortet werden u.a.: wie kam die echtgoldene Taschenuhr mit Kette von Napoleon Bonaparte ins Museum nach Ahlen? Auch wollten wir noch gerne erfahren, wie das Thoraschild aus der am
9. November 1938 ausgebrannten Paderborner Synagoge in den Besitz des Ahlener Museums gelangt sei. Diese Frage wurde uns ebenfalls beantwortet.
Der Besuch im Interreligiösen Museum im Ahlener Goldschmiedehaus wird uns unvergessen bleiben.“